Zur Geschichte von Oberg


Die älteste auffindbare Aufschreibung über das Dorf Oberg findet sich in einer Asseburger Urkunde vom 13. Oktober 1152, in der Bischof Bernhard von Hildesheim einen Zehnten von 5 Höfen in Oberge dem Kloster Bokel bei Wilsche schenkte.
Die berühmteste historische Persönlichkeit ist Eilhardt von Oberg mit dem Liebesepos "Tristan und Isolde" (vermutlich um 1170 verfasst), als erster Dichter deutscher Sprache.

1855 wurde auf den Grundmauern der ehemaligen Burg Oberg das noch heute bestehende Herrenhaus des ehemaligen Ritterguts erbaut. Im Oberger Gutsforst wurde 1852 ein Kohlenschacht abgeteuft. Der Betrieb wurde nicht aufgenommen. Das Rittergut kam später in den Besitz des Baron von Uslar. 1891 erwarb es durch Kauf die Familie Leßmann.  1915 erbaute Hugo Leßmann auf dem Lahberg bei Oberg den Bismarckturm. Der Turm steht heute unter Denkmalschutz und wird als Oberger Wahrzeichen vom Heimatverein Oberg betreut und ist zu besichtigen. Mit Gründung der Ilseder Hütte wurde aus dem Bauerndorf auch eine Wohngemeinde für Arbeitnehmer, was einen Bevölkerungszuwachs zur Folge hatte.

Nach vielen Versuchen in Oberg Erdöl zu finden, wurde die erste Bohrung 1919 fündig. Oberg war zu einem Erdöldorf geworden. Ein letzter Versuch, das Erdöl bei Oberg zu fördern wurde 1982 unternommen. Eine Pumpe vor der Grundschule am Peiner Weg erinnert an diese Zeit.

Durch die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm der niedersächsischen Landesregierung im Jahr 2012 gibt es sichtbare neue Impulse im Ort. Die Strasse Hasenwinkel wurde bereits komplett neu gestaltet, die Sanierung der Bürgermeister-Ohlms-Strasse befindet sich in der Planungsphase. Aber auch private Hausbesitzer konnten bereits erfolgreich, bzw. können noch Anträge auf Bezuschussung von Modernisierungsmassnahmen stellen.

Einzelne Teile des obigen Textes stammen aus einem Beitrag von Hans Sievers "Die Geschichte des Ortes Oberg", den ich auf den Seiten der Oberger SPD gefunden habe
Der Heimatverein-Oberg hat seit vielen Jahren zur Geschichte von Oberg geforscht und seine Forschungsergebnisse in zwei dicken und vor allem lesenswerten Büchern, sowie in mehr als 60 Ausgaben der "Oberger Blätter" veröffentlicht.

GeschichteZwei lesenswerte Beiträge über
  • den Fund von weissen Kugeltöpfen in Oberg im Jahre 1966. (Dieser Beitrag enthält Informationen, die durch neuere Forschungen des Peiner Archäologen Thomas Budde als falsch anzusehen sind. Bereits in den Oberger Blättern x/abcd wies Thomas Budde nach, dass die Kugeltöpfe in Oberg aus Oberger Ton hergestellt worden sein müssen.) Link
  • den Ölrausch in Oberg vor 150 Jahren Link
habe ich auf my-heimat.de entdeckt.
Update 03.10.2019



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